in Zusammenarbeit  mit der Berliner Sparkasse
im VermögensanlageCenter am Alexanderplatz (2. OG)
Alexanderplatz 2, 10178 Berlin

In der Ausstellung präsentiert die White Square Gallery in den Räumen der Berliner Sparkasse am Alexanderplatz großformatige Fotoarbeiten und Gemälde des in Straßburg und Berlin lebenden Künstlers Andrej Pirrwitz (geboren 1963 in Dresden).

Im Jahre 2001 entschied sich der promovierte Physiker und erfolgreiche Marketingmanager auf eine vielversprechende berufliche Karriere zu verzichten und wandte sich seinem Kindheitstraum - der Kunst  - zu. Diese Entscheidung basierte auf einer Vision, die aus  seiner unauslöschlichen Faszination für die "Poetik des Raums" resultierte.

Er begann als Fotograf und ging mit seiner Kamera auf die Suche nach Räumen, in denen er die "Anwesenheit des Unsichtbaren" spüren  konnte. Diese Suche ist ein wesentlicher Teil seines Arbeitsprozesses und  kann Monate,  manchmal sogar Jahre dauern. Deshalb sind es nur wenige Arbeiten, die wir im Jahr zu sehen bekommen. In ihnen wird Raum von Zeit interveniert. Dazu setzt der Künstler die Belichtung ein. Die eigentliche dynamische Veränderung des Raumes entsteht durch Reduktion oder Konzentration der Farbe. Auf diese Weise greift er bereits in seinen Fotoarbeiten auf die Mittel der Malerei zurück: Licht, Farbe, Perspektive und Komposition. So verschmelzen Fotografie und Malerei miteinander.

Aus diesem Grund war der Medienwechsel - der endgültige Übergang zur Malerei - ein konsequenter weiterer Schritt des Künstlers. Interessant ist hier insbesondere die Umkehrung des Sujets. Andrej Pirrwitz verlässt den Innenraum und beschäftigt sich mit dessen Außenseite. Die "Protagonisten" seiner Bildkompositionen sind nun Fassaden. Es sind keine perfekten Neubauten oder pittoresken Ruinen. Es sind überwiegend alte verfallene Konstruktionen - Hallen, Türme, Bushaltestellen, die Andrej Pirrwitz auf seinen regulären Reisen durch die Ukraine findet und in seinem Gedächtnis speichert. Diese ausgedienten Bauten treten aus dem sie umgebenden Nichts heraus und wecken das Gefühl der Unwirklichkeit, nach dem der Künstler sein Leben lang sucht.