March 3rd - May 31st, 2017

Michael Straub
MITTENDRIN

in cooperation with Berliner Sparkasse

in VermögensanlageCenter am Alexanderplatz (2nd Floor)
Alexanderplatz 2, 10178 Berlin

„Wenn man ein ... Bild malt, ist man mittendrin. Man kann nicht mehr darüber gebieten.“     Mark Rothko, 1951

In der Ausstllung „Mittendrin“ präsentiert die White Square Gallery in den Räumen der Berliner Sparkasse am Alexanderplatz fünfzehn Malereien des Künstlers Michael Straub (*1964 in Frankfurt am Main, lebt und arbeitet in Berlin).

Die groß- und kleinformatigen Gemälde sind farbenintensive, linienbetonte Abstraktionen, die ihren Bezug zur Gegenständlichkeit nicht sofort verraten. Erst das Vertiefen ins Bild ermöglicht dem Betrachter, mit eigenen Augen die ersten Spuren aufzunehmen und so dem Faden des Künstlers zu folgen. Diese Augenreise  wird von einigen lustigen Überraschungen und subtilen Entdeckungen unterbrochen, die alle Teile der werdenden Bildkomposition sind. Und ab einem gewissen Moment hören die Bilder auf, Knäuel aus Farben und Durcheinander aus Linien zu sein. Das Auge entwirrt sie, beginnt den Raum zu erfassen und entdeckt somit die Form, mit der alles beginnt.

Michael Straub braucht lange, um seine abstrakten Arrangements fertig zu malen. Die meisten Arbeiten der Ausstellung  entstanden zwischen den Jahren 2000 und 2016. Er spricht von einem Prozess, den er zwar autonom beginnt, der sich jedoch schnell in eine Interaktion zwischen dem Künstler und seinem Werk verwandelt. Auf eine Geste des Künstlers folgt die Reaktion des Kunstwerkes, welche wiederum bedacht und beantwortet werden muss. Wenn der Künstler beginnt, ist er mittendrin, in seinem Werk, mit allem was dazu gehört ... mit viel Zeit, viel Geduld und viel Humor.

Wer genau hinschauen möchte, findet in den Bildern einige visuelle Hinweise, die kleinen Links auf die klassische Malerei, mit der sich Michael Straub gut auskennt.

Mit solchen ausgeliehenen Bildtiteln wie "Das Volk liebt die Armee" oder "Auf den Schultern des Riesen" überzeichnet der Künstler seine Kompositionen zusätzlich mit den Mitteln der Sprache und öffnet somit für den Betrachter die Möglichkeit einer freien Anwendbarkeit der ganz eigenen assoziativen Bilder im Kopf und animiert eine Unzahl individueller Projektionen und Imaginationen.